PANACUR Paste zum Eingeben 1 Spritze für Hunde/Katzen
Paste zum Eingeben mit Fenbendazol für Hunde und Katzen, angezeigt gegen Magen-Darm-Nematoden und beim Hund zur Unterstützung der Giardia-Kontrolle. Die graduierte Spritze ermöglicht eine präzise Dosierung bis 6 kg Körpergewicht.
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Beschreibung
Bezeichnung
PANACUR 187,5 MG/G PASTE ZUM EINGEBEN FÜR HUNDE UND KATZEN
Pharmakotherapeutische Gruppe
Anthelminthika.
Wirkstoffe
Jedes g Paste enthält den Wirkstoff: Fenbendazol 187,5 mg.
Sonstige Bestandteile
Methyl-4-hydroxybenzoat 1,7 mg, Propyl-4-hydroxybenzoat 0,16 mg, Carbomer 980, Propylenglycol, Glycerol (85 %), Sorbitol-Lösung (kristallisierend), Natriumhydroxid, demineralisiertes Wasser.
Anwendungsgebiete
Behandlung von Infektionen mit Magen-Darm-Nematoden bei Katzenwelpen und erwachsenen Katzen sowie bei Hundewelpen und erwachsenen Hunden. Bei Hunden außerdem zur Unterstützung der Kontrolle des Protozoons Giardia. Katzenwelpen und erwachsene Katzen. Befall mit folgenden Magen-Darm-Nematoden: Toxocara cati (adulte Stadien); Ancylostoma tubaeforme (immature und adulte Stadien). Hundewelpen und erwachsene Hunde. Befall mit folgenden Magen-Darm-Parasiten: Toxocara canis (adulte Stadien); Ancylostoma caninum (adulte Stadien); Uncinaria stenocephala (immature und adulte Stadien) und Giardia spp.
Gegenanzeigen/Nebenwirkungen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile.
Sicherheit bei den Zieltierarten
Benzimidazole besitzen eine große Sicherheitsspanne. Spezifische Symptome einer Überdosierung sind nicht bekannt. Spezifische Maßnahmen sind nicht erforderlich.
Dosierung
Zum Eingeben. Das Tierarzneimittel sollte nach der Mahlzeit direkt ins Maul gegeben werden, indem die Paste aus der Spritze auf den Zungengrund gedrückt wird. Alternativ kann die Paste auch unter das Futter gemischt werden. Jede Spritze enthält 4,8 g Paste, entsprechend 900 mg Fenbendazol. Zur Vorbereitung der Spritze für die erste Anwendung die Spritzenkappe entfernen und den Dosierring drehen, bis der zur Spitze zeigende Rand des Rings mit der Null (0) auf dem Kolben übereinstimmt. Den Kolben drücken und eventuell austretende Paste entfernen. Die Spritze ist gebrauchsfertig. Der Kolben hat 18 Markierungen, jede Einheit entspricht 50 mg Fenbendazol. Die Anzahl der benötigten Einheiten anhand des Körpergewichts des Tieres bestimmen. Den Ring des Kolbens auf die entsprechende Markierung drehen. Den Kolben ohne übermäßigen Kraftaufwand drücken. Innerhalb von 28 Tagen nach dem ersten Öffnen des Behältnisses können maximal 6 Dosen entnommen werden. Um die Verabreichung einer korrekten Dosis sicherzustellen, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich bestimmt werden. Das Tierarzneimittel eignet sich unabhängig vom Alter für Tiere mit einem Gewicht bis zu 6 kg. Wiegt das Tier mehr als 6 kg, muss mehr als eine Spritze verwendet werden. Erwachsene Katzen: Die Dosierung beträgt 75 mg Fenbendazol/kg Körpergewicht (KG)/Tag an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Die Tagesdosis für 2 kg KG entspricht 3 Markierungen auf dem Kolben. Daraus ergibt sich folgendes Behandlungsschema: bis 2 kg KG 3 Markierungen der Spritze pro Tag für 2 Tage; 2,1 bis 4 kg KG 6 Markierungen der Spritze pro Tag für 2 Tage; 4,1 bis 6 kg KG 9 Markierungen der Spritze pro Tag für 2 Tage usw. Katzenwelpen, Hundewelpen und erwachsene Hunde: Die Dosierung beträgt 50 mg Fenbendazol/kg KG/Tag an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Das Behandlungsschema ist wie folgt: 1,0 bis 2 kg KG 2 Markierungen der Spritze pro Tag für 3 Tage; 2,1 bis 3 kg KG 3 Markierungen der Spritze pro Tag für 3 Tage; 3,1 bis 4 kg KG 4 Markierungen der Spritze pro Tag für 3 Tage; 4,1 bis 5 kg KG 5 Markierungen der Spritze pro Tag für 3 Tage; 5,1 bis 6 kg KG 6 Markierungen der Spritze pro Tag für 3 Tage usw. Insbesondere bei starkem Befall kann die Eliminierung von Ancylostoma tubaeforme bei erwachsenen Katzen, von Giardia spp. bei Hunden und von Spulwürmern vor allem bei Hunde- und Katzenwelpen in Einzelfällen unvollständig sein, sodass ein potenzielles Infektionsrisiko für den Menschen bestehen bleibt. Daher sollte eine Kotuntersuchung durchgeführt und je nach Ergebnis bei Bedarf nach Ermessen des Tierarztes eine weitere Behandlung vorgenommen werden.
Aufbewahrung
Nicht über 25 °C lagern. Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 2 Jahre. Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen des Behältnisses: 28 Tage.
Warnhinweise
Um bei beiden Tierarten eine wirksame Kontrolle der Magen-Darm-Nematoden und der Giardiose bei Hunden zu erreichen, sollte die Behandlung auf Grundlage des Ergebnisses einer parasitologischen Kotuntersuchung erfolgen. Die unnötige Anwendung von Antiparasitika oder eine von den Anweisungen dieser Fachinformation abweichende Anwendung kann den Selektionsdruck für Resistenzen erhöhen und die Wirksamkeit verringern. Die Entscheidung zur Anwendung des Tierarzneimittels sollte für jedes einzelne Tier auf der Bestätigung der Parasitenart und -last oder auf dem Befallsrisiko aufgrund der epidemiologischen Merkmale beruhen. Folgende Praktiken sollten vermieden werden, da sie das Risiko einer Resistenzentwicklung erhöhen und letztlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können: zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika derselben Klasse über einen längeren Zeitraum; Unterdosierung des Produkts, die auf eine Unterschätzung des Körpergewichts, eine falsche Verabreichung oder eine fehlerhafte Kalibrierung des Dosiergeräts zurückzuführen sein kann. Es wird außerdem empfohlen, den Behandlungserfolg zu überprüfen (z. B. anhand des klinischen Erscheinungsbilds und der Eizahl im Kot). Klinische Fälle mit Verdacht auf Anthelminthikaresistenz sollten mit geeigneten Methoden weiter untersucht werden (z. B. mit dem Eizahlreduktionstest im Kot (FECRT)). Weisen die Ergebnisse der Methoden eindeutig auf eine Resistenz gegen ein bestimmtes Anthelminthikum hin, sollte ein Anthelminthikum einer anderen pharmakologischen Klasse mit anderem Wirkmechanismus eingesetzt werden. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Es ist zu berücksichtigen, dass andere im selben Haushalt lebende Tiere eine Quelle der Reinfektion mit Magen-Darm-Nematoden sein können; diese sind bei Bedarf mit einem geeigneten Tierarzneimittel zu behandeln. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender: Kontakt mit Haut, Augen und Schleimhäuten vermeiden. Bei Kontakt mit Haut und/oder Augen sofort mit reichlich Wasser spülen. Nach der Anwendung die Hände waschen. Während der Verabreichung nicht essen, trinken oder rauchen. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz: nicht zutreffend. Benzimidazole besitzen eine große Sicherheitsspanne. Spezifische Symptome einer Überdosierung sind nicht bekannt. Spezifische Maßnahmen sind nicht erforderlich. Inkompatibilitäten: keine bekannt.
Wartezeiten
Nicht zutreffend.
Zieltierarten
Hund, Katze.
Wechselwirkungen
Keine bekannt.
Diagnose und Verschreibung
Nicht verschreibungspflichtiges Tierarzneimittel.
Nebenwirkungen
Hunde, Katzen. Sehr selten (< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichten): Magen-Darm-Störungen (z. B. Erbrechen und Durchfall ^1). ^1 Der Durchfall ist in der Regel leicht. Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig, da sie die kontinuierliche Überwachung der Sicherheit eines Tierarzneimittels ermöglicht. Meldungen sollten vorzugsweise über einen Tierarzt an den Inhaber der Zulassung oder dessen örtlichen Vertreter oder über das nationale Meldesystem an die zuständige nationale Behörde übermittelt werden. Die jeweiligen Kontaktdaten finden Sie auch in der Packungsbeilage.
Trächtigkeit und Laktation
Trächtigkeit und Laktation: Nicht bei trächtigen Hündinnen bis zum 39. Trächtigkeitstag anwenden. Das Tierarzneimittel kann zur Behandlung trächtiger Hündinnen im letzten Drittel der Trächtigkeit angewendet werden. Da seltene Fälle teratogener Wirkungen durch Oxfendazol, einen Metaboliten von Fenbendazol, jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden können, nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung durch den verantwortlichen Tierarzt anwenden. Nicht bei trächtigen Katzen anwenden. Das Tierarzneimittel kann bei Hündinnen und Katzen während der Laktation angewendet werden.
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